Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 07. Oktober 2026):
Eröffnungskurs: 4.165,56 US-Dollar
Schlusskurs:  4.111,05 US-Dollar

Gold schloss am Dienstag bei etwa 4.111 US-Dollar je Unze und damit rund 1,3 Prozent schwächer. Zwar konnte sich der Kurs im frühen Handel am Spotmarkt mit knapp 4.140 Dollar etwas erholen, fiel jedoch in den ersten Stunden wieder unter 4.120 Dollar.

Der Abwärtstrend hält also an. Vor allem der aufwertende US-Dollar belastet das Edelmetall. Der Dollar-Index, der die US-Währung einem Korb wichtiger Währungen gegenüberstellt, verharrt bei mehr 102 Punkten und damit auf hohem Niveau. Auch die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen belasten die Nachfrage nach dem unverzinsten Gold. Aktuell bieten zehnjährige US-Staatsanleihen eine Rendite von mehr als 5,3 Prozent. Die Zinsen sind damit so hoch wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr.

Das Zinsumfeld bleibt zudem restriktiv. Die mit Spannung erwarteten Fed-Protokolle zur Zinsentscheidung Mitte September zeigten, dass alle Teilnehmer des Fed-Gremiums eine Zinserhöhung befürworteten. Zwar erwartet der Markt keine weitere Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung am 28. Oktober, dafür aber mit großer Wahrscheinlichkeit im Dezember, vor allem um die anhaltend hohe Inflation zu bekämpfen.

In den nächsten Tagen stehen die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie am 14. Oktober die US-Inflationsdaten im Fokus. Zeigt der Arbeitsmarkt weiter Schwäche, könnte das Zinserhöhungen verzögern und Gold Rückenwind geben. Zeigt sich der Arbeitsmarkt jedoch robust, werden Zinserhöhungen, die Gold belasten, wahrscheinlicher.