Goldpreis in USD je Feinunze (Freitag, 18. September 2026):
Eröffnungskurs 4.342,20 US-Dollar
Schlusskurs: 4.380,05 US-Dollar
Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der US-Notenbank. Am 16. September hob die Federal Reserve Bank den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent an. Unmittelbar nach dem Entscheid fiel Gold auf ein Intraday-Tief von 4.236,93 US-Dollar, erholte sich jedoch zügig. Am Freitag schloss Gold bei 4.380,05 US-Dollar je Feinunze und beendete die Woche mit einem Plus von 0,73 Prozent.
Allerdings belastet die Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende das Edelmetall. Im frühen Montagshandel gab der Goldpreis um 0,6 Prozent nach und notierte bei 4.352 Dollar je Feinunze. Der Rentenmarkt bremst Gold, weil die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bei fünf Prozent verharren und auch die Bank of Japan ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent erhöht hatte, den höchsten Stand seit 31 Jahren. Beide Faktoren machen das unverzinste Gold unattraktiver, während der leicht nachgebende Ölpreis aufgrund sinkender Inflationssorgen für etwas Erleichterung sorgt.
Statements von Vertretern der US-Notenbank sowie der Krieg im Nahen Osten dürften in dieser Woche bei Goldanlegern im Fokus stehen. Solange der hawkische Fed-Ausblick das Marktbild dominiert, bleibt der Aufwärtsspielraum für Gold begrenzt. Der Durchbruch über 4.400 US-Dollar wäre ein wichtiges Signal für eine nachhaltige Erholung.