Goldpreis in USD je Feinunze (Dienstag, 1. September 2026):
Eröffnungskurs 4.452,57 US-Dollar
Schlusskurs: 4.329,51 US-Dollar

Gold rutschte am Dienstagabend auf seinen tiefsten Stand seit zwei Wochen. Der Spot-Preis schloss bei rund 4.329 US-Dollar je Feinunze, ein Minus von etwa 1,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Silber verlor gleichzeitig 2,7 Prozent.

Haupttreiber des Rückgangs: Laut CME FedWatch Tool erwartet der Markt inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank im September. Vor der Jackson-Hole-Rede von Fed-Chef Kevin Warsh hatte dieser Wert bei nur 36 Prozent gelegen, nun hat sich ein weiterer Fed-Gouverneur klar für Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation ausgesprochen. Im Vorgriff darauf kletterten die Renditen der US-Anleihen nach oben, was den zinslosen Vermögenswert Gold weiter belastete.

Zudem sorgten erneute gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran für einen deutlich steigenden Ölpreis. Seit Wochenbeginn sind die Preise für Öl bereits um mehr als fünf Prozent gestiegen. Das heizt die Inflation weiter an und erhöht den Druck auf die Notenbanken, ihre Zinsen zu erhöhen.

Besondere Beachtung dürften heute neue Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgen. Am Freitag folgt der entscheidende Arbeitsmarktbericht. Bis zur Veröffentlichung dieser Arbeitsmarktdaten und bei einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg dürfte der Goldpreis eher abwärts tendieren.