Goldpreis in USD je Feinunze (Freitag, 02. Oktober 2026):
Eröffnungskurs: 4.176,04 US-Dollar
Schlusskurs:  4.137,55 US-Dollar 

Goldanleger bleiben weiterhin verunsichert. Gold schloss am Freitag, 2. Oktober, bei rund 4.138 US-Dollar und verlor auf Wochensicht mehr als drei Prozent. Es war die zweite Verlustwoche in Folge. In die neue Woche startete Gold leicht stärker. Am Montagmorgen notierte das Edelmetall 0,3 Prozent höher bei 4.157 Dollar je Feinunze.

Eine Richtungsentscheidung steht aber noch aus. Der schwache US-Arbeitsmarktbericht hätte Gold eigentlich stützen sollen. Nur 29.000 neue Stellen statt der erwarteten 90.000 enttäuschten, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent. Doch statt in den sicheren Hafen zu flüchten, zogen sich viele Investoren aus Gold zurück. Der Grund: Trotz der schlechten Konjunkturzahlen kletterten die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 5,29 Prozent. Das hatte einen Anstieg der Nachfrage nach Dollaranleihen zufolge und machte den Dollar stärker. Im Gegenzug belastet der gestiegene Dollarkurs die Goldnachfrage aus anderen Währungsräumen.

Hinzu kommt: Der Preis für Brent-Öl überschritt erneut die Marke von 100 US-Dollar und erhöhte den Druck auf Gold zusätzlich, weil die Inflationsängste wieder zunahmen und Zinserhöhungsfantasien wieder aufleben. Durch die schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed am 28. Oktober laut Fed-Watch-Tool zwar von mehr als 70 auf unter 20 Prozent gesunken, die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung im Dezember jedoch gestiegen. Die Aussicht auf steigende Zinsen belastet die Nachfrage nach dem unverzinsten Krisenmetall.

Die Stimmung dürfte weiter abwartend bleiben, Inflations- und Arbeitsmarktdaten bleiben unter Beobachtung. Investoren erwarten für diese Woche zwei Schlüsseldaten zur Inflationsentwicklung: die US-Erzeugerpreise am Donnerstag und den Verbraucherpreisindex CPI am Freitag. Sollte der Inflationsdruck nachlassen und die Fed am 28. Oktober zunächst auf eine Zinserhöhung verzichten, dürfte der Druck auf den Goldpreis nachlassen.