Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 30. September 2026):

Eröffnungskurs  4.182,24 US-Dollar

Schlusskurs:  4.157,35 US-Dollar

 

Mit einem bitter-süßen Nachgeschmack endete der September für Gold: Der Monat schloss mit einem Verlust von rund sechs Prozent, der stärkste Rückgang in einem Monat in diesem Jahr. Dass es am Mittwoch nicht noch weiter abwärts ging, lag an den US-Inflationszahlen. Die Gesamtinflationsrate lag bei 3,4 Prozent, Marktbeobachter hatten 3,7 Prozent erwartet. Die für die US-Notenbank Fed bedeutsame Kern-Teuerungsrate fiel auf 3,0 Prozent. Die Prognosen lagen bei 3,3 Prozent. Kurzfristig erholte sich das Edelmetall gestern und stieg in der Spitze auf rund 4.220 US-Dollar je Feinunze. Im Tagesverlauf gab Gold dieses Plus jedoch wieder ab. Im frühen Handel am Donnerstag zeigt sich das Edelmetall leicht erholt und notiert bei rund 4.182 US-Dollar.

 

Strukturell belasten weiterhin der starke US-Dollar, die hohen Renditen der zehnjährigen US-Bonds und die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen den Goldpreis. Auch geopolitisch bleibt die Situation angespannt. Die Konflikt zwischen den USA und dem Iran scheint festgefahren, der Ölpreis bleibt durch die fortgesetzten Störungen in der Straße von Hormus hoch. Als sicherer Hafen sollte Gold von der Risikoaversion profitieren. Positive Impulse kommen weiterhin von der Nachfrageseite: Gold-ETFs verzeichnen Rekordzuflüsse und auch die Zentralbanken bleiben aktive Käufer. Diese Nachfrage könnte zu einer Bodenbildung, aber vielleicht nicht zu einer Trendwende beitragen. 

 

Nach den Inflationszahlen richtet sich das Augenmerk nun auf die US-Arbeitsmarktzahlen, die morgen veröffentlicht werden. Zeigt sich der Arbeitsmarkt stark, dürfte das den Druck auf Gold wieder erhöhen. Im anderen Fall könnte das Edelmetall auf Erholungskurs gehen.