Goldpreis in USD je Feinunze (Dienstag, 25. August 2026):
Eröffnungskurs 4.657,81 US-Dollar
Schlusskurs: 4.658,61 US-Dollar
Wie ein riesiges Frachtschiff in bewegter See schwankte der Goldpreis am Dienstag im Tagesverlauf nur leicht, ankerte am Ende des Handelstages aber nahezu unverändert. Im frühen Mittwochshandel nahm der Druck wieder etwas zu und Gold gab um 0,6 Prozent auf 4.630 Dollar je Feinunze nach. Grund dafür dürften die heute mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA sein. Der Preisindex für private Konsumausgaben (PCE) gilt als wichtiges Kriterium für bevorstehende Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed.
Dass der Goldpreis nach einem Anstieg um rund sieben Prozent in nur einer Woche eine Pause einlegt, ist wenig überraschend. Zur Ankündigung ausgedehnter Anleiherückkäufe durch die US-Regierung, die Zweifel an der Werthaltigkeit des US-Dollar geschürt und damit die jüngste Rally ausgelöst hatte, gab es bislang keine weiteren Details. Gleichzeitig warten Anleger auf Signale zum künftigen Zinskurs der Fed wie den PCE-Index und die Rede von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole.
Am Markt wird erwartet, dass eine rückläufige oder zumindest stabile Inflation den Druck der Fed, die Zinsen zu erhöhen, abmildern dürfte. Das würde auch die Renditen am Anleihenmarkt eher sinken lassen. Für den Goldpreis wäre das eine weitere Unterstützung, da das zinslose Gold dann im Vergleich zu Anleihen mit geringeren Opportunitätskosten einherginge. Andererseits dürfte eine geringere Inflation dem US-Dollar helfen, seine Schwächephase zu überstehen, die in der vorigen Woche für Auftrieb am Goldmarkt gesorgt hatte. Bis es neue Informationen zur US-Inflation, dem Zinskurs der Fed, den Anleiherückkäufen und zur Dollar-Entwicklung gibt, ist weiter mit einem volatilen Goldpreis zu rechnen. Die Mehrheit der Analysten ist sich jedoch einig, dass Gold perspektivisch wieder seinen Kurs gen Norden aufnimmt.