Goldpreis in USD je Feinunze (Montag, 07. September 2026):
Eröffnungskurs: 4.428,95 US-Dollar
Schlusskurs: 4.405,08 US-Dollar
Der Tagesverlauf des Goldpreises am gestrigen Montag stellt gut die aktuelle Zerrissenheit der Goldanleger dar: Auf der einen Seite zeigen sich immer noch Nachwirkungen des kurzfristigen Schocks, den die NFP-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag europäischer Zeit verursacht hatten. Dem stehen strukturelle Faktoren gegenüber, die vor allem für langfristig orientierte Investoren relevant sind. Das Chartbild vom Montag spiegelt dies mit seinem Intraday Reversal wider: Nachdem die Goldnotierung nach Handelseröffnung erst einmal korrigierte und dabei sogar unter die psychologisch wichtige Marke von 4.400 US-Dollar pro Feinunze fiel, erholte sie sich im Tagesverlauf und ging schließlich mit einem kleinen Plus aus dem Handel. Angesichts der wegen des Labor Days geschlossenen US-Börsen darf die Entwicklung aber nicht überinterpretiert werden. Unabhängig davon lässt sich die Gemütslage der Goldinvestoren nach wie vor am besten mit „unentschlossen“ beschreiben.
Am Freitag hatte der NFP-Arbeitsmarkt, einer der wichtigsten Indikatoren für die US-Wirtschaft, starke Daten gemeldet und damit die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die Notenbank Fed höher werden lassen. Eine solche Anhebung würde den Goldpreis belasten. Das droht auch bei weiteren Anzeichen einer höheren Inflation. Sollten etwa die Daten des Erzeugerpreisindex PPI und des Verbraucherindexes CPI, die am Donnerstag bzw. Freitag veröffentlicht werden, eine ähnliche Tendenz zeigen, dürfte das den Goldpreis zusätzlich belasten.
Die bevorstehenden Ereignisse erklären das aktuell eher zurückhaltende Verhalten am Goldmarkt – auch wenn im frühen Handel am Dienstagmorgen gegenüber dem Schlusskurs vom Montag ein Plus von rund einem Prozent zu Buche steht. Die Seitwärtsbewegung bleibt vor dem Hintergrund der Erwartung besagter Daten zu Ende der Woche das unter kurzfristigen Aspekten wahrscheinlichste Szenario.