Goldpreis in USD je Feinunze (Freitag, 28. August 2026):
Eröffnungskurs 4.601,50 US-Dollar
Schlusskurs: 4.458,80 US-Dollar
Der Goldmarkt hat ein bewegtes Wochenende hinter sich, der Preis für eine Feinunze fiel deutlich. Nach der falkenhaften Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh am Freitagnachmittag beim Notenbankertreffen in Jackson Hole sackte der Goldpreis um mehr als drei Prozent. Es war der höchste Tagesverlust seit Anfang Juni. Auch über das Wochenende hielt der Druck am Goldmarkt an. Im frühen Montagshandel gab das Edelmetall erneut um ein halbes Prozent nach und notierte bei 4.430 US-Dollar je Feinunze.
Mit überraschend deutlichen Worten hatte der Fed-Chef bekräftigt, dass die US-Notenbank bei einer weiterhin hohen Inflation die Preisstabilität in den Fokus nehmen werde, es gebe für die Notenbank mit Blick auf die Inflation einiges zu tun. Inflationsdaten hatten wenige Tage vor Warshs Rede die Teuerungsrate für Verbraucher bei 3,7 Prozent verortet, weit über dem Zielwert von zwei Prozent. Die Inflationsentwicklung würde sich nicht signifikant abschwächen, sagte Warsh, und die kurzfristigen Zinsen seien das wichtigste Werkzeug der Fed, um die Inflation zu bekämpfen. Mit diesen Aussagen hat sich Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im September laut CME-Fed-Watch-Tool von rund 36 auf 57 Prozent deutlich erhöht.
Die Aussicht auf Zinserhöhungen belastet Gold spürbar. Dennoch liegt der Preis für das Edelmetall auf Monatssicht noch mit rund zehn Prozent im Plus. Der August wäre trotz der Rückgänge immer noch der stärkste Monat für Gold seit dem Rekordhoch vom Januar. Zuletzt hatte das Edelmetall einen Schub erhalten, nachdem die US-Regierung Anleihekäufe mit dem Ziel angekündigt hatte, die Zinsen langlaufender Anleihen zu drücken. Das würde das unverzinste Gold für Anleger attraktiver machen. Steigende Zinsen der Notenbank, die sich vor allem auf kurzlaufende Anleiherenditen auswirken, belasten hingegen Gold. Unter dem Strich dürfte der Goldpreis volatil bleiben, bis sich die Inflationsrate ihrem Zielwert von zwei Prozent wieder annähert.