Goldpreis in USD je Feinunze (Dienstag, 06. Oktober 2026):
Eröffnungskurs: 4.144,46 US-Dollar
Schlusskurs: 4.164,35 US-Dollar
Gold kann fallen, steht aber immer wieder auf. Das war am Dienstag, dem 6. Oktober, im Tagesverlauf gut zu beobachten. Zunächst geriet das Edelmetall unter Druck und notierte zeitweise nur noch bei 4.111 US-Dollar je Unze, ein Minus um rund 0,4 Prozent. Später am Handelstag gelang der Return: Gold kletterte bis zum Handelsschluss auf 4.164 Dollar je Feinunze und beendete den Tag mit einem Plus um 0,5 Prozent. Am heutigen Mittwoch (7. Oktober) liegt der Kurs im frühen Handel bei etwa 4.135 Dollar und damit erneut niedriger.
Unter Druck steht Gold aktuell vor allem aufgrund der hohen Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Zehnjährige US-Anleihen rentieren derzeit bei rund 5,26 Prozent. Auf diesem Niveau werden die Rentenpapiere im Vergleich zum unverzinsten Gold für viele Investoren zunehmend attraktiv. Hinzu kommt ein starker Dollar, der nahe einem 18-Monats-Hoch notiert und die Goldnachfrage aus anderen Ländern schwächt.
Stabilisierend wirkte gestern die Neubewertung der amerikanischen Zinspolitik. Kaum ein Marktakteur glaubt angesichts enttäuschender Arbeitsmarktdaten noch an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober. Diese Einsicht gibt sowohl Gold als auch dem US-Dollar Auftrieb, obwohl noch nicht klar ist, wie die Fed angesichts der hartnäckigen Inflation letztlich vorgeht.
Für die nächsten Tage stehen die Protokolle der letzten Notenbanksitzung im Mittelpunkt. Sie könnten den Zinsausblick nochmal neu justieren. Solange Anleiherenditen und Dollar hoch bleiben, bleibt Gold unter Druck. Die Zone zwischen 4.100 und 4.130 Dollar dürfte der entscheidende Bereich für eine mögliche Bodenbildung sein. Die anhaltenden hohen Goldkäufe der Notenbanken zur Diversifikation ihrer Währungsreserven bleiben dabei eine wichtige Stütze für den Goldpreis.