Goldpreis in USD je Feinunze (Freitag, 11. September 2026):
Eröffnungskurs 4.322,61 US-Dollar
Schlusskurs: 4.348,36 US-Dollar
Gold bleibt am Montag, den 14. September 2026, im Spannungsfeld zwischen US-Inflation, Zinserwartungen und geopolitischen Unsicherheiten gefangen. Im Fokus steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch, die die Richtung für den Goldmarkt vorgeben dürfte. Im frühen Montagshandel gab der Goldpreis um rund 0,6 Prozent nach und notierte bei 4.321 Dollar pro Feinunze.
Die vergangene Woche beendete das Edelmetall mit einem Minus von circa 1,8 Prozent. Am Freitag schloss der Goldpreis bei 4.348 US-Dollar je Unze nach einer volatilen Handelswoche. Dabei hatten neue Inflationsdaten aus den USA das Edelmetall belastet. Der Verbraucherindex CPI von Freitag fiel etwas höher als prognostiziert aus, sogar die monatliche Kernrate der Inflation ohne die Preise für Lebensmittel und Energie lag 0,1 Prozentpunkte höher als erwartet und beträgt 0,3 Prozent. Das schürt die Sorge vor einem weiteren Anstieg der Inflation. Belastend wirkten deutlich gestiegene Benzinpreise und einen fortgesetzte Eskalation im Persischen Golf. Damit verbunden ist die Befürchtung, der Ölpreis für ein Fass der Sorte Brent könnte noch über den Höchststand der vergangenen Woche bei 110 Dollar hinausklettern.
Am Zinsmarkt preisen Händler inzwischen 88 Prozent Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am Mittwoch ein, was die Opportunitätskosten für Gold anhebt. Zudem hat die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung durch die Fed im Dezember zugenommen. Auch die Bank of Japan wird am heutigen Montag voraussichtlich ihre Zinsen erhöhen. Nachdem schon in der vorigen Wochen die Europäische Zentralbank ihre Zinsen angehoben hatte, werden Goldinvestments gegenüber verzinsten Anlageprodukten zunehmend unattraktiv.
Auf der anderen Seite erhält Gold Unterstützung durch seine Rolle als Krisenwährung und -versicherung. Chinas Zentralbank hat ihren Goldbestand allein im August netto um 20 Tonnen erhöht, ETF-Zuflüsse signalisieren zurückhaltenden Optimismus. Bis zur Zinsentscheidung der Fed dürfte der Goldpreis volatil bleiben und konsolidieren.