Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 09. September 2026):

Eröffnungskurs: 4.357,10US-Dollar

Schlusskurs: 4.401,55 US-Dollar

Wie schon im Vorfeld zu erwarten war, war auch am Mittwoch die Entwicklung des Goldpreises geprägt von der Bewegung innerhalb einer engen Handelsspanne. Zwar ging die Notierung unter dem Strich mit einem leichten Plus bei etwa 4.400 US-Dollar je Feinunze aus dem Handel. Doch im Tagesverlauf hatten sich beide Lager – die Goldbullen und die Goldbären – mit ihren Aktivitäten in etwa die Waage gehalten. Im frühen Handel am Donnerstagmorgen ist die Tendenz positiv, der Goldpreis notiert bei etwa 4.424 US-Dollar.

Vor dem Hintergrund der für den heutigen Donnerstag anstehenden Veröffentlichung der Erzeugerpreise in den USA, die einen Hinweis auf die Inflation geben und damit auf eine Zinsentscheidung der dortigen Notenbank Fed in der kommenden Woche, konnte man schon damit rechnen, dass der Handel am Mittwoch eher verhalten verlaufen würde. So reagierten zwar einige Marktteilnehmer auf die Nachrichten von iranischen Angriffen auf Tanker im Persischen Golf mit Käufen – das Argument für Gold als sicherer Hafen in geopolitischen Krisen ist nach wie vor ein schlagendes. Auf der anderen Seite machte sich in Form von Verkäufen auch bemerkbar, dass das Szenario von Zinserhöhungen von vielen Investoren für wahrscheinlich gehalten wird.

Welches Lager besser liegt mit seiner Einschätzung, könnte heute zumindest teilweise beantwortet werden. Im Vordergrund steht die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindexes PPI. Dieser wird um 14.30 Uhr europäischer Zeit Aussagen über die Inflation in den Staaten treffen – und damit, in welche Richtung sich die Zinspolitik der Fed in Kürze bewegen könnte. Zwar wird am Freitag auch die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes CPI die Entscheidung der Notenbank beeinflussen. Doch der PPI dürfte schon einmal zumindest für einen ersten Richtungsweiser gut sein.

Gold in Euro vs. Gold in US-Dollar
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Ignorieren sollten aber gerade europäische Anleger nicht, dass heute die Europäische Zentralbank EZB die Zinsen erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 2,65 Prozent anhebt – getrieben von eskalierenden Energiepreisen war die Eurozone-Inflation im August über die 3-Prozent-Marke zurückgekehrt. Da ein härterer Ton der EZB den Euro gegenüber dem Dollar stärkt, macht dies Gold in Euro rechnerisch günstiger – das könnte die Nachfrage europäischer Investoren bremsen. Nachdem Gold Ende Januar schon einmal einen Kurs von 4.673 Euro (intraday) erreicht hatte, notierte es zuletzt im Bereich um 3.800 Euro.

Grundsätzlich erscheint es sinnvoll, dass Anleger erstmal die Veröffentlichung der PPI-Daten am Nachmittag abwarten – das Risiko einer Enttäuschung erscheint zu hoch.