Goldpreis in USD je Feinunze (Donnerstag, 10. September 2026):

Eröffnungskurs: 4.404,46 US-Dollar

Schlusskurs: 4.317,30 US-Dollar

Der gestrige Donnerstag stand in punkto Goldpreisentwicklung wie erwartet deutlich im Zeichen der aktuellen Daten des US-Erzeugerpreis-Indexes PPI für August. Obwohl der PPI vom Bureau of Labor Statistics erst am Nachmittag europäischer Zeit (14.30 Uhr) veröffentlicht wurde, bestimmten die Erwartungen der Anleger bereits im Vorfeld die Notierung des Edelmetalls – und da überwog die Skepsis. So gab der Kurs nach einer kurzen Aufwärtsbewegung im frühen Handel im weiteren Tagesverlauf kontinuierlich nach, bis er nach Veröffentlichung der PPI-Zahlen eine technische Gegenreaktion zeigte – um abschließend den Intraday-Abwärtstrend fortzusetzen. Unter dem Strich ging es für Gold am Donnerstag um knapp zwei Prozent nach unten. Im frühen Handel am Freitagmorgen sieht es zwar nach einer leichten Erholung aus, der Preis bewegt sich im Bereich von 4.350 US-Dollar. Der entscheidende Impuls für die weitere Entwicklung folgt aber am Nachmittag mit der Bekanntgabe des Verbraucherpreisindex CPI.

Dass die PPI-Zahlen am Donnerstag derart auf den Goldpreis drückten, ist dem Umstand geschuldet, dass sie stärker ausfielen, als im Vorfeld erwartet. So stieg der finale PPI für August um 0,4 Prozent monatlich und um 5,4 Prozent im Jahresvergleich. Das lag leicht über dem, womit der Konsensus gerechnet hatte – der Durchschnitt der Analysten war von 5,3 Prozent ausgegangen. Mit diesen Zahlen, die auf eine höhere Inflation deuten, sind die Erwartungen verbunden, dass die US-Notenbank Fed bei ihrem Treffen am 15./16. September die Zinsen erhöhen könnte. Damit würde die Fed Anlagen, deren Besitz anders als bei Gold mit Zinszahlungen einhergeht, einen Vorteil gegenüber dem Edelmetall verschaffen – was wiederum auf dessen Notierung drückt.

Was die Fed aber kommende Woche tatsächlich machen wird, hängt zu einem nicht unwesentlichen Teil davon ab, mit welchen Daten der Verbraucherpreisindex CPI am heutigen Freitagnachmittag aufwarten wird. Ist der CPI nur moderat erhöht – wovon die Analysten im Durchschnitt ausgehen –, könnte sich der Goldpreis zwischen 4.300 und 4.380 US-Dollar konsolidieren. Fällt er überraschend schwach aus, würde eine Zinspause der Fed wahrscheinlicher, was einen Rebound in Richtung 4.450 und 4.500 US-Dollar zur Folge haben könnte. Liefert er hingegen deutlich höhere Werte als erwartet, dürfte eine Zinserhöhung so gut wie sicher sein; dann kann der Rutsch unter die Marke von 4.300 Dollar drohen. Vor diesem Hintergrund lässt sich für den heutigen Kursverlauf schon eines vorhersagen: Es bleibt spannend.