Goldpreis in USD je Feinunze (Montag, 31. August 2026):
Eröffnungskurs 4.456,15 US-Dollar
Schlusskurs: 4.448,93 US-Dollar

Gold beendet den August erstmals seit fünf Monaten mit einem Gewinn, insgesamt ging es zehn Prozent aufwärts. Hätte der Goldpreis in Dollar nicht seit Freitag mehr als drei Prozent nachgegeben, wäre die Monatsbilanz nochmal deutlich besser ausgefallen. Auch zum Wochenbeginn waren die Nachwirkungen der Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh noch spürbar. Er hatte am Freitag baldige Zinserhöhungen aufgrund der hartnäckigen Inflation angedeutet. Eine zusätzliche Belastung sind neue Raketenbeschüsse im Iran und den Anrainerstaaten, es waren die ersten seit einem Monat. Dennoch beendete Gold den Montag nahezu unverändert, gab erst im frühen Dienstagshandel erneut nach und notierte rund 0,4 Prozent schwächer bei 4.430 Dollar je Feinunze.

Nachdem der Markt die Aussagen von Warsh einigermaßen verdaut hat, richtet sich der Fokus der Akteure wieder auf die Entwicklung im Iran-Krieg, den Ölpreis und neue Inflationssignale. Nach den gestrigen Angriffen im Iran stieg der Ölpreis um rund drei Prozent. Das schürt neue Inflationssorgen und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) im September. Mit besonderer Aufmerksamkeit dürften Anleger heute neue Arbeitsmarktzahlen aus den USA erwarten, die weitere Indizien für die künftige Geldpolitik der Fed liefern. Auch die EZB hatte unlängst ihre Bereitschaft signalisiert, die Zinsen vor dem Hintergrund der hohen Inflation weiter zu erhöhen. Steigende Zinsen belasten das unverzinste Edelmetall.

Inflationssignale und die Aussicht auf steigende Zinsen dürften für den Goldpreis bis zu den Zinsentscheidungen im September weiterhin eine Bürde sein. Inzwischen ist der Goldpreis auch wieder unter seinen 200-Tage-Durchschnitt gefallen, was charttechnisch eher als Verkaufssignal zu werten ist. Vorerst dürfte der Goldpreis somit weiter unter Druck stehen und sich volatil zeigen.