Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 2. September 2026):
Eröffnungskurs 4.329,26 US-Dollar
Schlusskurs: 4.387,41 US-Dollar
Gold erweist sich als Stehaufmännchen. Am Mittwoch geriet der Goldpreis zunächst weiter unter Druck, konnte sich jedoch bis Handelsschluss in den USA noch leicht ins Plus retten. Danach fiel er jedoch im späten asiatischen Handel noch bis auf 4.282 US-Dollar, den tiefsten Stand seit vier Wochen. Anschließend startete das Edelmetall noch in der Nacht eine Erholungsrally, legte rund ein Prozent zu und notiert am Donnerstagmorgen 2,2 Prozent höher bei 4.427 Dollar für eine Feinunze.
Gleich mehrere Faktoren hatten den Goldpreis belastet: eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran, steigende Ölpreise und ein weltweiter Ausverkauf von Staatsanleihen. Letzterer spiegelte die Erwartung wider, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen noch im September anheben könnte. Höhere Zinsen machen Gold als Anlage weniger attraktiv, weil besser verzinste Anleihen Goldinvestments unrentabel erscheinen lassen.
Erholung brachte schließlich ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht: Im August entstanden weniger neue Stellen als erwartet. Das dämpfte die Wahrscheinlichkeit bevorstehender Zinserhöhungen, was wiederum Gold zugutekam. Zusammen mit einem nachgebenden US-Dollar und sinkenden Anleiherenditen erholte sich Gold.
Die Lage bleibt dennoch angespannt. Der entscheidende Impuls dürfte von den offiziellen Arbeitsmarktzahlen am Freitag ausgehen. Enttäuschende Zahlen könnten Gold weiteren Auftrieb verleihen. Auch die Lage im Iran und Schwankungen beim Ölpreis könnten den Goldpreis bewegen.