Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 26. August 2026):
Eröffnungskurs 4.660,91 US-Dollar
Schlusskurs: 4.593,69 US-Dollar
Die fünftägige Rally bei Gold hat am Mittwoch einen Dämpfer erhalten. Der Goldpreis fiel bis Handelsschluss um gut 1,5 Prozent und notierte wieder unter 4.600 Dollar für die Feinunze. Im frühen Handel am Donnerstag schwankte der Goldpreis deutlich, lag aber leicht im Plus.
Auslöser für den Rückschlag waren die Inflationsdaten aus den USA. Der PCE-Preisindex für private Konsumausgaben verharrte bei einer Inflationsrate von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Volkswirte hatten einen leichten Rückgang erwartet. Damit liegt die Teuerungsrate seit nunmehr 65 Monaten deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank von zwei Prozent.
Theoretisch treibt eine hohe Inflation die Fluchtwährung Gold gleichermaßen in die Höhe. Doch wie schon in den vergangenen Monaten interpretiert der Markt hohen Inflationsraten primär als zunehmendes Risiko einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bis zum Jahresende. Vor diesem Hintergrund stiegen die Anleiherenditen leicht und der US-Dollar gewann an Wert, was sich in einem Rücksetzer beim Goldpreises widerspiegelte. Dennoch bleiben die Zweifel an der Werthaltigkeit des US-Dollar angesichts der Interventionen der US-Regierung am Anleihemarkt weiter bestehen und stützen das Edelmetall. Trotz des Rückschlags liegt der Goldpreis weiterhin über seinem 200-Tage-Durchschnitt, was gegen ein Ende des August-Aufwärtstrends spricht.
Jetzt kommt es auf die Signale von Fed-Chef Kevin Warsh an, der am morgigen Freitag eine vielbeachtete Rede auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole halten wird. Treten nicht auch andere Faktoren in den Vordergrund, dürfte der Goldpreis bis dahin unter Schwankungen seitwärts tendieren.