Goldpreis in USD je Feinunze (Montag, 21. September 2026):
Eröffnungskurs 4.378,63 US-Dollar
Schlusskurs: 4.343,59 US-Dollar
Gold setzt seinen Schlingerkurs ins Tal weiter fort. Der Goldpreis ist am Dienstag, dem 22. September 2026, auf rund 4.343 US-Dollar je Unze gefallen, ein Minus von einem halben Prozent gegenüber dem Vortag. Im frühen Handel am Dienstagmorgen stand das Edelmetall ebenfalls unter Druck und gab ein weiteres halbes Prozent ab.
Hauptbelastungsfaktor ist die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed): Sie erhöhte die Leitzinsen am 16. September um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis vier Prozent und will weitere Zinserhöhungen noch in diesem Jahr nicht ausschließen. Die Märkte sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent für eine weitere Zinserhöhung schon im Oktober, zudem könnte im Dezember noch eine Zinserhöhung erfolgen. Die spürbar gestiegenen Leitzinsen und höhere Anleiherenditen drücken die Nachfrage nach dem unverzinsten Gold.
Die Notenbank will die Inflation im Zaum halten, die vor allem durch steigende Ölpreise hartnäckig zu hoch ausfällt. Der Nahost-Konflikt, konkret die Huthi-Offensive im Jemen, bedroht Exportrouten für saudisches Öl. Während sich der Preis für Rohöl der Sorte WTI leicht verbilligte, stieg der Preis für die wichtige Ölsorte Brent gegenüber dem Vortag um 1,3 Prozent je Barrel. Damit nehmen die Inflationssorgen wieder zu und machen neue Zinserhöhungen der US-Notenbank wahrscheinlicher.
Im September bewegte sich der Goldpreis bislang unter Schwankungen seitwärts, doch der Druck auf das Edelmetall überwiegt derzeit. Für heute erwartete Aussagen von Fed-Mitgliedern zum geldpolitischen Kurs der Notenbank dürften im Fokus der Goldanleger stehen. Am Mittwoch folgen Konjunkturdaten aus dem Industrie- und Dienstleistungsbereich, am Donnerstag dann Arbeitsmarktzahlen für die USA, die für weitere Schwankungen im Goldpreis sorgen könnten.