Goldpreis in USD je Feinunze (Donnerstag, 29. Oktober 2026):
Eröffnungskurs: 4.052,89 US-Dollar
Schlusskurs: 4.024,71 US-Dollar
Der Druck auf Gold hält aktuell an. Nachdem das Edelmetall bereits am Donnerstag die Marke von 4.000 US-Dollar je Feinunze getestet und schließlich doch darüber geschlossen hatte, wurde die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke am frühen Freitagmorgen nach unten durchbrochen. Gold notierte zwischenzeitlich unter 3.990 US-Dollar.
Auslöser für den Rückgang war unter anderem die Veröffentlichung der US-Daten am Donnerstag. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des dritten Quartals wuchs auf 3,4 Prozent und lag damit über den Erwartungen von 3,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die Inflation im September auf 3,6 Prozent im Jahresvergleich, die Kernrate auf 3,1 Prozent. Die Zahlen verstärken die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Dezember, deren Wahrscheinlichkeit weiterhin bei rund 80 Prozent liegt. Hohe Realzinsen und die Aussicht auf eine weitere Straffung der Geldpolitik belasten Gold, da das Metall keine laufende Rendite abwirft. Zudem bleibt der Dollar fest. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ging am Donnerstag zwar leicht zurück, doch auch diese Entlastung reichte nicht, um Gold zu stützen. Ein wenig Linderung verschaffte der sinkende Ölpreis, der den Inflationsdruck etwas milderte.
Aktuell scheint Gold auf den zweiten Monatsverlust in Folge zuzusteuern. Solange die Realzinsen hoch bleiben und die Fed hawkish bleibt, dürfte der nachhaltige Aufwärtsimpuls fehlen. Mittel- und längerfristig bleiben die physische Nachfrage und die Zentralbankkäufe ein Gegengewicht. Aktuell scheint eine Seitwärtsbewegung mit leichtem Abwärtsrisiko am wahrscheinlichsten.