Goldpreis in USD je Feinunze (Freitag, 21. August 2026):

Eröffnungskurs 4.520,71 US-Dollar

Schlusskurs: 4.608,19 US-Dollar

Voller Elan startet Gold in die neue Woche. Nachdem der Preis für die Feinunze schon am Freitag um fast zwei Prozent zulegen konnte, notiert er im frühen Montagshandel nochmals ein Prozent im Plus bei 4.649 Dollar. Damit erreicht der Goldpreis seinen höchsten Stand seit drei Monaten und den dritten Wochengewinn in Folge.

 Das Edelmetall reitet aktuell auf einer Erfolgswelle. Unterstützt wird es dabei vor allem von einem schwachen US-Dollar. Der Dollar-Index notiert derzeit auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten. Haupttreiber der zunehmenden Sorgen um die Werthaltigkeit des Dollar sind die massiven Interventionen der US-Regierung am Anleihemarkt. US-Finanzminister Scott Bessent hat überraschend eine deutliche Ausweitung der Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen angekündigt und damit die Anleiherenditen auf Talfahrt geschickt sowie den Dollar geschwächt. Ein schwacher Dollar begünstigt Rohstoffe wie Gold, die weltweit in US-Dollar gehandelt werden. 

Bessent ist angesichts der Rekordverschuldung der USA vor allem daran gelegen, die Kreditkosten im Staatshaushalt zu senken. Er kündigte an, er sei bereit, die Anleihenkäufe auf teurere US-Papiere auszudehnen und noch weitere Maßnahmen zu ergreifen. Das Misstrauen der Anleger in den US-Dollar zeigt sich nun in Umschichtungen von Anleihen in goldgedeckte ETFs, die ihre höchsten Zuflüsse seit Januar erzielen. Einige Investmentbanken haben daraufhin bereits ihre Goldpreisprognose für das Jahresende angehoben. 

In der kommenden Woche dürften neue Daten zur US-Inflation sowie der Auftragseingang bei langlebigen Wirtschaftsgütern, einem wichtigen Konjunkturindikator, den Goldpreis bewegen. Zudem warten Investoren gespannt auf geldpolitische Entspannungssignale vom Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, dass am Wochenende stattfindet. Bleibt US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Thema Zinserhöhungen zurückhaltend und hält sich alle Optionen offen, könnte die Erfolgswelle bei Gold noch etwas andauern.