Goldpreis in USD je Feinunze (Dienstag, 18. August 2026):

Eröffnungskurs 4.415,88 US-Dollar

Schlusskurs: 4.334,53 US-Dollar


Gold verhält sich derzeit wie ein Bergsteiger, der eine kurze Rast einlegt und weiß, dass der Gipfel noch längst nicht erreicht ist. Nach dem Anstieg über die Marke von 4.400 US-Dollar je Feinunze und einem Tageshoch von 4.435 US-Dollar, gab der Preis am Dienstag nach. Am Mittwochmorgen erholte sich der Goldpreis moderat und notierte bei rund 4.340 US-Dollar. 


Für den Dämpfer sorgten am Dienstag vor allem die steigenden Renditen von US-Staatsanleihen und der festere US-Dollar. Belastend wirkten zudem die steigenden Ölpreise, die neue Inflationssorgen schürten und damit den Spielraum für eine mögliche Lockerung der US-Geldpolitik einengten. Zudem dürften Gewinnmitnahmen den Goldpreis gedrückt haben. Unterstützend wirkten dagegen die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Importpreise, die anhaltenden Unsicherheiten hinsichtlich der Lage rund um die Straße von Hormus, die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und die anhaltenden Zentralbankkäufe. 


Der zentrale Kurstreiber dürfte das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed vom 28./29. Juli sein, das heute veröffentlicht wird. Zeigen die Protokolle eine überwiegend abwartende Haltung der Fed mit Fokus auf Beschäftigungs- und Wachstumsrisiken, dürften die Erwartungen von Zinserhöhungen weiter sinken — Gold könnte in Richtung 4.450 bis 4.480 US-Dollar steigen. Wird eine starke Minderheit für Zinserhöhungen sichtbar, die über drei Gegenstimmen hinausgeht, könnte eine kurzfristige Korrektur drohen. Bleibt das Protokoll zwiespältig, dürfte Gold in der engen Handelsspanne um 4.400 US-Dollar konsolidieren.