Goldpreis in USD je Feinunze (Mittwoch, 19. August 2026):
Eröffnungskurs 4.342,71 US-Dollar
Schlusskurs: 4.522,81 US-Dollar
Gold gleicht aktuell einem Radprofi, der nach einem Zwischenspurt, um die Konkurrenz auf Abstand zu halten, in einen kleineren Gang schaltet und nun erstmal das Tempo hält. Am Mittwoch kletterte das Edelmetall nach einem Tagestief von 4.329 US-Dollar je Feinunze über die Marke von 4.500 US-Dollar und schloss nahe dem Tageshoch von 4.524 US-Dollar. Am Donnerstagmorgen gab Gold leicht nach und notierte bei 4.484 US-Dollar.
Auslöser für den Anstieg war der Beschluss des US-Finanzministeriums, das Rückkaufprogramm für länger laufende Staatsanleihen mehr als zu verdoppeln. Das drückte die Anleiherenditen und schwächte den Dollar. Zum anderen lösten die US-Staatsschulden, die erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten, Warnungen vor fiskalischen Risiken aus. Auch die Geldpolitik der US-Notenbank bleibt ein Kurstreiber. Die Protokolle der Sitzung vom 28./29. Juli zeigten, dass die weitere Zinsentwicklung keineswegs ausgemacht ist. Sollten die Märkte zunehmend auf eine abwartende oder lockerere Geldpolitik setzen, könnte dies den Dollar und die Renditen weiter unter Druck setzen und Gold Auftrieb geben.
Heute stehen unter anderem die Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung sowie erste Schätzungen des Einkaufsmanagerindexes PMI für August an. Zeigen diese Daten eine Abkühlung der US-Wirtschaft, fällt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September weiter. Das wahrscheinlichste Szenario für die kommenden 24 Stunden dürfte eine volatile Konsolidierung sein.