Goldpreis in USD je Feinunze (Montag, 10. August 2026):

Eröffnungskurs: 4.337,66 US-Dollar

Schlusskurs: 4.388,97 US-Dollar

So hartnäckig wie der Sommer ist aktuell auch Gold. Nach dem starken Anstieg in der

vergangenen Woche, kletterte das Edelmetall auch am Montag weiter gen Norden –

zwischenzeitlich überschritt der Preis sogar die Marke von 4.400 US-Dollar je Feinunze.

Angetrieben wurde das Edelmetall weiterhin vom schwachen US-Arbeitsmarkt und von der

damit verbundenen sinkenden Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen im September, die

von 67 auf 44 Prozent abgenommen hat. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, ist das ein

günstiges Umfeld. Die unklare Lage im Nahost-Konflikt verhindert einen noch stärkeren

Ausbruch nach oben. Einerseits beharrt der Iran vor der Öffnung der Straße von Hormus auf

Bedingungen, wie das Ende der Seeblockade, Entschädigungszahlungen und

Sanktionserleichterungen. Dies erhöht die geopolitische Risikoprämie und stützt Gold als

sicheren Hafen. Andererseits dämpfen die Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte höhere

Preise.

Das Momentum scheint dennoch derzeit für Gold zu sprechen. Wesentlich für die weitere

Entwicklung dürften die US-Inflationsdaten (CPI) am Mittwoch sein. Fällt die Inflation

niedriger aus als erwartet, dürften sich die Erwartungen an eine Zinspause festigen. Steigt

der CPI dagegen, könnten Zinserhöhungsphantasien zurückkehren und den aktuellen

Aufwärtstrend bremsen. Das wahrscheinlichste Szenario für den heutigen Handelstag dürfte

eine vorsichtige Konsolidierung im Bereich zwischen 4.380 und 4.440 US-Dollar je Feinunze

sein.