Goldpreis in USD je Feinunze (Donnerstag, 13. August 2026):
Eröffnungskurs: 4.403,80 US-Dollar
Schlusskurs: 4.351,36 US-Dollar
Gold belohnt die Geduldigen, nicht die Sprinter. Auch wenn das Edelmetall unter dem Rekordhoch vom Januar von rund 5.600 US-Dollar je Feinunze notiert, so liegt der Kurs mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate immer noch mit rund 30 Prozent im Plus. Daran ändern auch die gestrigen Gewinnmitnahmen nichts. Nach einem Zwischenhoch von annähernd 4.450 US-Dollar gab Gold im weiteren Handelsverlauf nach und schloss klar unter der Marke von 4.400 US-Dollar. Auch am Freitagmorgen zeigte sich das Edelmetall leicht schwächer.
Für Rückenwind sorgten zuletzt der moderate Anstieg der US-Verbraucherpreise, der schwächere US-Dollar und der nachlassende Inflationsdruck. Die Folge: Laut dem CME FedWatch rechnen Händler inzwischen nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 33 Prozent mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September. Gleichzeitig stützen die anhaltenden Spannungen rund um die Straße von Hormus und die Käufe der Zentralbanken den Goldkurs. Auch die Zuflüsse bei Gold-ETFs, die im August bislang bei mehr als zwei Milliarden US-Dollar liegen, geben dem Edelmetall weitere Impulse.
Die wahrscheinlichste Entwicklung heute dürfte eine Verschnaufpause sein, da Gewinnmitnahmen nach sieben Aufwärtssitzungen normal scheinen. Der seit 2022 etablierte strukturelle Aufwärtstrend scheint dagegen nach wie vor intakt. Analysten sehen den Goldpreis für das zweite Halbjahr 2026 im Basisfall in einer Spanne von 4.600 bis 5.100 US-Dollar. Das dürfte aber voraussetzen, dass die Erwartungen von Zinserhöhungen nicht zunehmen oder sich gar ins Gegenteil verkehren, die Nachfrage der Notenbanken stark bleibt und der Dollar moderat nachgibt.