Goldpreis in USD je Feinunze (Donnerstag, 17. September 2026):

Eröffnungskurs 4.262,52 US-Dollar

Schlusskurs: 4.341,30 US-Dollar

 

Stimmungsschwankungen sind an der Börse keine Seltenheit. Das durften auch die Goldanleger in dieser Woche wieder erleben. Nach der Zinserhöhung durch die Fed und den Aussagen der Notenbanker zu einer weiteren möglichen Zinserhöhung in diesem Jahr stürzte Gold am Mittwoch mit zwischenzeitlich knapp 4.235 US-Dollar je Feinunze auf ein Sechs-Wochen-Tief. Doch schon am Donnerstag kam die Erholung nach der kalten Dusche. Das Edelmetall erholte sich und stieg auf 4.341 US-Dollar. Am frühen Freitagmorgen kletterte Gold auf 4.371 US-Dollar. 

 

Einer der Gründe für die Trendwende am Donnerstag dürfte der Rückgang des Rohöl-Preises um rund vier Prozent gewesen sein. Denn: Saudi-Arabien kündigte an, die durch Drohnenangriffe beschädigte East-West-Pipeline innerhalb weniger Tage zur Hälfte wieder in Betrieb nehmen zu wollen. Die Öl-Entspannung entlastete die Inflationserwartungen spürbar, die zehnjährigen US-Bonds rutschten wieder knapp unter die Fünf-Prozent-Marke, und der Dollar gab ebenfalls nach. Strukturell scheint der Goldkurs intakt. So verbuchten die weltweiten Gold-ETFs im August Nettozuflüsse von 18 Milliarden Dollar. Das ist der zweithöchste Monatswert aller Zeiten.

 

Bedeutsam dürfte heute die Veröffentlichung der US-Industrieproduktion für August sein. Starke Daten könnten den Dollar stützen, die Renditen antreiben und Gold belasten. Schwache Daten dagegen könnten Spekulationen befeuern, dass der Straffungszyklus der Fed seinen Höhepunkt erreicht hat, wovon Gold profitieren dürfte.